Archaisch und ästhetisch

Meist stand ich im Hintergrund an den Schaltern und dirigierte die elektrischen Apparate auf der Bühne. Sie waren diejenigen, die vordergründig performten. Mit dem Kochtopfdeckeltanz habe ich die tanzenden Waschmaschinen abgelöst. „Der Tanz ist nicht nur ausdrucksstark, sondern auch ziemlich laut.  Es ist eine Performance, die zwischen rituellem Tanz und verunsichertem Zusammentreffen oszilliert. Ein Hauch von Dada. Archaisch und ästhetisch.“ (Florian J. Haamann, 2018). 

Der Mythos vom rollenden Stein

Der Mythos vom rollenden Stein ist eine 50-minütige Klang-Tanz-Performance. Das Stück wurde aus dem Performancekonzept heraus gemeinsam mit der experimentellen Impro-Rock-Jazz-Formation DER TRIEB mit Gez Zirkelbach,  Polle Pollreiß, Lego Heubach und Uli Stiefel seit 2019 entwickelt und 2020 in Schwäbisch Gmünd urausgeführt. Weitere Aufführungen: 2022 Botanikum München, 2024 bei ÜBER:MORGEN in Schorndorf und 2026 in Dachau

Spaghettifeld

art25 Botanikum, 2011

8 Spanplatten, 24.000 Löcher bohren und 24.000 Spaghetti stecken – das ging leichter und schöner bei einem Spaghetti-Essen mit Freund*innen im Atelier. Mit selbstgemachten Pesto genovese. Umgerechnet waren das 2 Wochen Arbeiten für eine Person. Mit einem Rasenmäher wollte ich schon immer was machen. Ursprünglich einen Hubschrauber. War mir aber technisch viel zu schwierig.

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Waschmaschine durchquert ein Feld mit Gläsern

extra, Schloss Dachau, 2002, Botanikum München, 2005, Kreativität und Destruktion in der Kunst von Waschmaschinen, Schorndorf, 2010

26 mal 26 = 676 Gläser. Kölner Stangen. Diese Performance hat wunder­bar in das Schloss Dachau gepasst. Edle Umgebung. Gläser in Reih und Glied. Schön! Wunderbar! Die Brutalität und Abgenutztheit der Wasch­maschine. Ihre zer­störerische Gewalt. Entsetzlich! Herrlich!

Action-painting washing machine

Tinguely-Museum Basel, 2008, Kunstmuseum Friedrichshof, 2005, Valentin-Karlstadt-Musäum 2014

Diese Waschmaschine kam schon 14 mal zum Einsatz, meine beliebtes­te und meistbeachtete Arbeit. Ist auch ein bisschen ein humorvoller Seitenhieb auf die Machokultur der Tachisten und abstrakten Expressio­nisten. Da schaut her: eine Waschmaschine kann das auch. So ähnlich. Ohne großes Gebläse.